Archive for Juli 2008

Schwere Umweltverschmutzung

Da steht eins, ein „SUV“. Diese Fahrzeugart sieht man heutzutage ja sehr häufig auf Deutschlands Straßen. Die sind ja stark in Mode. Man fragt sich insgeheim, was „SUV“ wohl so bedeuten mag. Viele wissen es meist gar nicht. Ein „SUV“ ist ein „Sport Utility Vehicle“, was man in Anbetracht der Größe auf den ersten Blick oft gar nicht glauben mag.

Genauso wie die Fahrzeuge häufen sich auch Berichte über Mitmenschen, die nichts schöner und spannender finden, als über die vorbeirollenden „SUVs“ gar kräftig abzulästern.

Guck’ mal, der Vollidiot da, der fährt doch tatsächlich ein „SUV“! Unvorstellbar in der heutigen Zeit! Die verpesten doch nur unsere Umwelt, die Dinger! Was da hinten wohl rauskommt, kannste Dir gar nicht vorstellen! Stell’ Dir vor, was das Ding erst mal verbraucht! Da muß man doch wirklich bescheuert sein, bei den Benzinpreisen. Und, stellt Euch vor, was die Dinger in der Anschaffung kosten! Der muß ja was an der Waffel haben! Unglaublich! Der hat ‘ne echte Macke!

Egal ob „SUV“ oder andere große Kutsche, hier bei uns sind so manche Mitmenschen ganz schön schnell mit der Hetze und Lästerei dabei. Leider.

Aber, dabei wird oft (oder nahezu immer) eins zu gerne vergessen: Die „SUV“-Fahrer mußten ihr Vehikel selbst bezahlen, entweder in Bar oder eben per Kredit. In jedem Fall sind „SUV“-Fahrer schon mal bei der Anschaffung eine ganze Menge Kohle los. Sie blechen selbst für das Ding, da hat man ihnen nichts dazugegeben oder geschenkt. Manche legen dabei tatsächlich einen Betrag von locker einer halben Eigentumswohnung auf den Tisch. Bei der Steuer zahlen sie auch wieder deutlich mehr, denn schließlich haben diese Fahrzeuge zumeist auch einen mörderisch großen Hubraum. Weiter geht’s an der Tankstelle, da sind bei jeder Füllung schon mal wieder mindestens 100 Euro dahin. Die Wartung und Inspektion? Gar keine Frage, auch da wird wieder tief in die Tasche gegriffen. Versicherung? Klar, die kostet auch so richtig Geld. Auch die achtfache Bereifung nicht zu vergessen, für die man schon gerne mal fast einen Billigurlaub investiert. Die „SUVs“ sind rollende Sparkassen, die alleine durch das Geld der „SUV“-Fahrer im Betrieb gehalten werden. Ohne Spenden, Almosen oder Transferleistungen.

Wieso läßt man die „SUV“-Fahrer denn eigentlich nicht einfach in Ruhe? Denn schließlich zahlen sie ihren Spaß aus eigener Tasche. Oder haben die Nörgler da heimlich etwas dazugelegt … ?!

Die mit den lautesten stimmen träumen sicher nachts davon, auch mal über den Lack streicheln zu dürfen und sich in den schönen weichen Nappa-Ledersitzen niederzulassen, ein bißchen am Bordrechner zu spielen und sich über die bunte Verbrauchsanzeige zu freuen.

Die Sache ist doch ganz einfach: Es gibt Leute, die können sich das einfach leisten und andere, die können nur davon träumen. Da es sich bei der ersten Gruppe um eine kleinere Gruppe handelt, ist es ja auch ganz einfach, mit dem Finger draufzuzeigen und sich bei der ersten Gelegenheit den Mund darüber zu zerreißen.

Aber, mal ehrlich, hier geht’s doch nicht darum, eine „schwere Umweltverschmutzung“ (SUV) zu verhindern. Nein, die Tiraden müssen einfach raus, weil manchen Leuten sonst der Kopf vor lauter Neid platzen würde!

Ach, wie langweilig wäre es, ohne diese Neiddebatten, ohne „SUVs“ und große, dicke Autos …

2 comments Montag, 28. Juli 2008

Speisen: Was ist eigentlich … ein Lonzo?

Begibt man sich in Google auf die Suche und gibt dort einfach nur mal „Lonzo“ – ohne weitere Spezifikation – ein, erhält man die folgenden, etwas beängstigenden und glücklicherweise irreführenden, Ergebnisse:

  1. Lorenz Wetsphal: Deutscher Musiker, allgemein nur als „Lonzo“ oder „Der Teufelsgeiger von Eppendorf“ bekannt, Mitglied einer Rentnerband, der Hamburger Formation „Leinemann“
  2. Lonzo – Die Dinosaurier: Ein Song von Lonzo Westphal aus dem Jahr 1980
  3. Amazon.de: Lonzo – Musik
  4. … und so weiter … und so fort … so kommen wir aber hier nicht weiter …

Um Sie nicht länger auf die Folter zu spannen, hier nun die Lösung, was ich unter genau dem „Lonzo“ verstehe, der hier unter meiner Rubrik „Speise“ auftaucht.

Lonzo ist ein korsischer Schinken aus geräuchertem Wildschweinfilet, der mit aromatischen Kräutern gepökelt ist. Hauchdünn geschnitten, wird er gerne als delikate Vorspeise serviert.

Dem Lonzo sollte man allerdings als Connaisseur besonderer Gaumenfreuden nicht zu nahe kommen, denn wenn man einmal damit begonnen hat, die hauchdünnen Scheiben zu genießen, wird es sehr sehr schwer einem weiteren Griff zum Buffet zu wiederstehen.

Lonzo, etwas daß Sie also auf jeden Fall einmal probieren sollten. Am besten mit einem Gläschen Rotwein und in geselliger Runde. Vielleicht haben Sie ja zusätzlich noch das außerordentliche Glück, daß der ganze Rest der Geselschaft aus reinen Vegetariern besteht, die Ihnen die kostbaren Lonzo-Scheiben nicht streitig machen werden … ;-)

P.S.: Selbst schuld, wenn man nur Rohkost mag … es sei denn, der „Lonzo“ stammt nicht von Wildscheinen, sondern hat doch entfernt vielleicht etwas mit den ersten Suchergebnissen in Google zu tun …

Add comment Montag, 28. Juli 2008

„Pig Out“ des Grauens

Es ist doch so einfach, es sich mal so richtig gutgehen zu lassen. Oder? Ihr glaubt mir nicht? Na, dann probiert doch mal Folgendes aus … am besten bei ansteigendem Hungergefühl … nachts vor’m Kühlschrank … :

Sie benötigen:
1 Packung „Hausmacher Buffet“ – (natürlich) Spitzenqualität (150g) der Handelsmarke „Gebirgsjäger“ (Fa. Stockmeyer GmbH, 48333 Sassenberg)
(beinhaltet folgende Pig-Komponenten:
- Schinkenleberwurst
- Delikatess Rotwurst
- Delikatess Sülze
- Gekochte Mettwurst)

1 Roggenpfünderle (500g)

Vorbereitung: 4 Brotscheiben Roggenpfünderle zurechtschneiden (funktioniert am Besten mit einem handelsüblichen Brotmesser), Kühlschrank öffnen (je nach Tageszeit vielleicht bereits eine Herausforderung), „Hausmacher Buffet“ mit gekonnter Drehung aus dem Kühlschrank entnehmen (die Drehung kaschiert Einiges), „Hausmacher Buffet“ öffnen (sofern man die nervige Plastiklasche zu fassen kriegt – ansonsten: hastig mit den Zähnen die Schutzfolie flächig aufknabbern), jede der vier „Pig-Komponenten-Sorten“ gierig mit den Händen aus der Plastikkachel herausgrabschen, die jeweilige „Pig-Komponente“ andächtig auf eine der vier Roggenpfünderle-Brotscheiben legen, Augen schließen, reinbeißen und so lange nicht damit aufhören, bis alle Scheiben im Strang der Gedankenlosigkeit durch den Hals geflutscht sind … ;-)

Reicht garantiert für vier lächerlich belegte Brote, gibt Kraft für neue Taten und wenn’s nicht reicht: Es bleibt ja noch genügend vom Roggenpfünderle übrig, das man sich zusätzlich – bis zum Erreichen einer erträglichen Sättigung – noch hemmungslos in’s Gesicht stopfen kann … ;-)

Variationen: Einen satten „Klacks“ Senf auf jedes der belegten Roggenpfünderle-Schnitten draufklatschen (*herrlich*). Bierchen (oder sonstige Alkoholika, die gerade griffbereit sind) simultan zum Verzehr der Pig-Schnitten in den Kopf kippen. Schmeckt handfest.

Auf daß uns niemals der Frohsinn, die Schweinderl und das Brot ausgehen mögen … und nicht zu vergessen: Der Senf ist doch das tatsächliche i-Tüpfelchen des Lebens … ! ;-)

P.S.: Ach ja, „pig out“ bedeutet angeblich so etwas wie „richtig fressen“.

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Dinosaurier … ich werde Dich vermissen!

Da steht er also, der Dicke, der Große, der Starke. Um bei den Tatsachen zu bleiben, müßte man richtigerweise sagen: der dickste, der größte und der stärkste. Das Fahrzeug ist seit seiner Markteinführung am 4. März 1991 im Genfer Nova Hilton, aufgrund seiner Leistungsdaten und Abmessungen, bisher unübertroffen. Er setzte Maßstäbe in einer Epoche, die nicht mehr seine war und erntete prompt massenweise Kritik. Was mußte er alles übersich sagen lassen? Adjektive wie groß, schwer, klobig, klotzig, massig, durstig, und saurierhaft waren stets die Begleiter der Kritiken dieses außergwöhnlichen Fahrzeugs. Eine Reise mit dem Autozug wurde anfänglich zur echten Herausforderung, die ersten Modelle waren eben absolut nicht für einen Autozug erschaffen worden und paßten schlichtweg nicht auf die Waggons. Ohne längeres Hinsehen hat man ihn vorschnell und mit einer frevelhaften Leichtigkeit auch ganz offen als „Panzer“ oder „Panzerkreuzer Potemkin“ bezeichnet. Der Dicke hatte es nie wirklich leicht, denn er war von Geburt an etwas ganz besonderes, gebaut als stahlgewordenes Symbol der Superlative. Konzipiert in den achtziger Jahren, in einer Ära des Aufschwungs und Fortschritts, in der es in der Republik stets bergauf ging, kam er ein wenig zu spät auf die Welt. Noch bevor er vorgestellt wurde, kamen die Wende, die Einheit und die klare Einsicht, daß die florierende wirtschaftliche Entwicklung der Achtziger so nicht mehr fotzusetzen war. So stand er da, bereits als neugeborener Saurier ein Relikt aus einer vergangenen Epoche. Das machte ihm das Leben schwer. Während er sich auf dem heimischen Markt nicht so recht durchsetzen konnte, wurde er in weit entfernten Ländern, weit weg vom großen Nörgeln und Zweifeln, in Amerika, in Fernost und im Orient gefeiert. Man schätzte ihn, so wie er war, so wie er auf die Welt gekommen ist, aufgrund seiner herausragenden Attribute. Dort war er mit seinem üppigen Innenraum gerade groß genug und konnte seine inneren Werte, mit bis zu 408 PS, zur Geltung bringen. In Deutschland hat man ihn leider nie so warm empfangen. Der Nachfolger der W140 S-Klasse sollte nicht mehr so üppig ausfallen, sollte möglichst gesellschaftskonform werden. Er sollte leichter, kleiner und schlanker werden. Auch dies ist den Ingenieuren nach dem großen Wurf gelungen. Der Nachfolger wurde in der Tat leichter, kleiner und schlanker und leider auch langweiliger. Seit dem W140 sind die Tage gezählt, in denen eine S-Klasse noch als solche und als ein überragendes Fahrzeug wahrgenommen wurde. Während der W140 noch ein aufregender Elephant war, mutierten die Nachfolger zu unscheinbar grauen Mäusen, die niemand mehr so richtig registriert. Und so langsam dämmert es uns, je weniger wir den W140 auf unseren Straßen sehen und er schleichend aus dem Straßenbild verschwindet. So langsam fällt uns auf, daß uns etwas fehlt, über das wir engagiert diskutieren konnten, daß uns etwas fehlt, das aus der breiten Masse hervortritt. Es wird uns so langsam klar, daß wir den netten „Dicken“ doch sehr lieb gewonnen haben und ihn vermissen. Zumindest geht es mir so.

Dinosaurier … ich werde Dich vermissen!

Deshalb die Frage: Wer gibt mir die schönen Zeiten zurück und schenkt mir seinen optisch und technisch einwandfreien Dino … ?!   ;-)

Add comment Donnerstag, 24. Juli 2008

Musik: Depeche Mode und „Äppelwoi“ … ?!

Wer mag sie nicht, die sagenhaften, sehnsuchtsvollen Klänge der Achtziger, mit unendlicher Weite, Dramatik und einer guten Portion belebender Melancholie…?! Poesie und Musik gelten als Therapieformen für die Melancholie, also warum nicht mal wieder Depeche Mode hören … ?!

Es ist zwar unwahrscheinlich, daß den Liebhabern von Depeche Mode in Anbetracht der astronomisch vielen Remixes, Bootlegs und Cover-Versionen jemals der „Hörstoff“ ausgehen würde, aber was, wenn man doch mal das Verlangen hat, über den Tellerrand zu schauen … ?!

Nichts einfacher als das: Sofern man gerade kein „Äppelwoi“ zur Hand hat, kann man sich stattdessen auch mal intensiv mit De/Vision beschäftigen …

Für Fans von Depeche Mode ein absolutes Muß, eine Erweiterung des Spektrums … und die Melancholie kommt auch bei den Jungs aus Hessen nicht zu kurz …

Sollte man dadurch tatsächlich in tiefe Melancholie verfallen, hilft sicher ein altes Hausrezept:

„Äppelwoi“ … !

Ich höre übrigens gerade die „Fairyland“ von 1996 und bin mal wieder restlos begeistert … auch ganz ohne „Äppler“ … ;-)

Add comment Donnerstag, 24. Juli 2008

Hinweis zu meinen persönlichen Kaffee-Bewertungen

Hinweis zu meinen Kaffeebewertungen

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Kaffee: Blaser, Blaser Kaffee Espresso-“Lilla e Rose“

Kaffee-Beurteilung: Blaser Kaffee Espresso – „Lilla e Rose“

Continue Reading 1 comment Donnerstag, 24. Juli 2008

Die Katze ist aus dem Sack … !

Kaum zu Hause angekommen, sind wie versprochen noch einige Tassen Kaffee zur Beurteilung des Blaser Kaffee Espresso – „Lilla e Rose“ gebrüht und verkostet worden. Die Tüte ist auf, die Katze ist aus dem Sack!

Ich kann Euch sagen, als Kaffeeverkoster, der nicht gleich jeden Schluck ausspuckt und mit reichlich Wasser nach- und runterspült, sondern die schwarze Kostbarkeit auch in Gänze tatsächlich genüsslich trinkt, hat man ein wahrhaft hartes Leben … Das treibt den Puls hoch und ergibt mit der Zeit einen sagenhaften „Kaffee-Flash“!

Im Rahmen meiner heutigen Kaffee-Verkostung habe ich die Systematik zur Beurteilung der Kaffees nochmals angepaßt und etwas mit den Kriterien des „Deutschen Kaffee-Verbands“ harmonisiert. Neben Sensorik gehört eben auch ein wenig Systematik dazu. Sonst kommt man ja ganz durcheinander.

Nun gut, ich bin zu einem Urteil gekommen. Ich habe eine Bewertung. Mehr erfahrt Ihr in einem separaten Blog-Beitrag …

Add comment Donnerstag, 24. Juli 2008

Mach’ die Tüte auf … !

Heute früh war es mal wieder soweit. Der Kimbo Black ging zur Neige, das Bohnenfach war gähnend leer und es wurde Zeit für eine neue Füllung. Da stand die neue Lieferung mit der Tüte, von der man vielfach nur Gutes gehört hat, quasi „A Waaahnsinn“ in Tüten. Mach’ die Tüte auf … ! Reiß’ die Tüte auf … ! Gedacht, getan. Heute früh kam ich also erstmals in den Genuß eines schönen Blaser-Kaffees. Das Frühstück war somit heute früh üppig: Espresso, normaler Kaffee, langer Kaffee und davon jeweils nicht nur ein Tässchen. Schmecken, riechen, schnuppern, beurteilen. Jetzt erst mal setzen lassen und heute Abend nochmal eine Runde. Die Beurteilung wird nachgeliefert, sobald ich nach ausreichend vielen Tässchen Kaffee ein klares Urteil habe. Wenn’s heißt: „Mach’ die Tüte auf … !“ wird es immer wieder auf’s Neue spannend …

Add comment Donnerstag, 24. Juli 2008

Kaffee: Segafredo, Kaffee Espresso-Extra Strong

Kaffee-Beurteilung: Segafredo, Kaffee Espresso – Extra Strong

Continue Reading 2 comments Mittwoch, 23. Juli 2008

Kaffee: Caffè Kimbo, Kimbo Black-Top Quality

Kaffee-Beurteilung: Kimbo Black – Top Quality

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Blog: Tips und Hinweise

Hier eine Frage in eigener Sache: Wie kommt mein Blog in Schwung? Über Hinweise und Tips bin ich sehr dankbar. Stellt Euch vor, bisher gab’s noch keinen einzigen Kommentar… Ging es Euch auch so?

3 comments Montag, 21. Juli 2008

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