Ja, die Welt ist bunt und lebt von Bildern. Wer hätte etwas gegen einen guten alten Dia-Abend einzuwenden? Früher war das ein großes Erlebnis. Der Dia-Projektor wurde geholt, die Leinwand aufgebaut, der Raum abgedunkelt und dann ging es gemeinsam los. Man hat die Bilder betrachtet, über dies und das gesprochen und fröhliche Stunden miteinander verbracht. Die Bilder gab es in einer nie dagewesenen, phantastischen Qualität: Farbenprächtig, kontrastreich, in höchster Auflösung und gestochen scharf. Da gab es nichts zu meckern.
Heutzutage ist das anders. Da hat man ein paar kleine, auf der Festplatte lieblos gefangene Bilder, die meist nur selten richtig groß rauskommen. Da kommt man auf die Idee: „Mensch, so eine kleine Dia-Schau wäre doch nett!“. Man geht auf Slide, lädt Bilder hoch, bastelt eine kleine Dia.Schau und speichert das Resultat ab. Spätestens beim speichern hätte es *klick* machen müssen. Klar, damit die Bilder auch überall angezeigt werden können, müssen die auf einen Server drauf. Da man sich bei der Seite, aufgrund von Datensparsamkeit, nicht registriert hat, kann man seine Dia-Schau auch nicht mehr ändern. Das heißt, Bilder löschen ist da auch nicht mehr. Man ist gefangen auf dem Server. Im Gegensatz zu früher hat man da recht schnell eine trübe Stimmung, weil man sich fragt, wie man die Exemplare überhaupt jemals wieder vom Slide-Server löschen kann…
Dienstag, 19. August 2008

Ohne Worte.
Dienstag, 19. August 2008
Hoppsa, hab’ mich gerade dabei erwischt, wie ein Toggenburger Alm-Keks klammheimlich in meinem Mund verschwindet. Ich sag’s Euch, ich hab’ mich wirklich noch gewehrt, aber er war irgendwie stärker. Glücklicherweise hab’ ich die Nährwertangaben beim wegknabbern der Kekse bereits schon spiralförmig zerfetzt. Das hätte die Keks-Stärke sicherlich eindeutig erklären können. Aber, zu spät. Ich kleb’ die Verpackungsspirale jetzt nicht mehr zusammen. So viel ist klar. Der wollte einfach da rein. Ich konnte es definitiv nicht verhindern. Hatte sicher kaum Kalorien, war ja schließlich ein Toggenburger ohne Creme-Füllung. Während ich die butterig-knusprige Masse langsam und genüßlich noch im Mund durchkaue, plagt sich ganz zaghaft schon mein Gewissen. In zehn Tagen ist Hochzeit…!!! Nur noch zehn Tage…!!! Kirchliche Hochzeit…im schicken Anzug…!!! Ich schlucke drei Mal, schiele auf den Restbestand der Alm-Kekse, und denke: „Darf’s denn auch ein bißchen mehr sein…?!“.
Dienstag, 19. August 2008