Beiträge getaggtpaprika
Zigeunerspätzle
Es gibt sie wirklich. Spätzle mit Soß’. Es gibt aber noch eine wirklich krasse Steigerung davon: Spätzle mit Zigeunersoß’! Vielleicht habt Ihr noch nie etwas davon gehört. Es würde mich nicht wundern. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn es Euch alleine schon von der Vorstellung schlecht werden würde. Das ist eben ein Gericht, für das man starke Nerven braucht. Ich habe die Vermutung, dieses Gericht gibt es wirklich nur exklusiv in unserer Kantine. Sollte jemand irgendwoanders jemals schon Zigeunerspätzle gesehen oder sogar ganz tapfer gegessen haben, bitte ich um eine kurze Info. Eine ausführliche Schilderung der eigenen Zigeunerspätzle-Erfahrung ist jederzeit willkommen. Es wäre unglaublich. Zurück zum Thema. Die Soße ‘unserer’ Zigeunerspätzle werden in unserer Betriebsküche offensichtlich aus allerhand Tomaten- und Paprika-Resten vom Vortag hergestellt. Vielleicht sind es ja sogar auch Abfälle, die hier nochmals mit Hingabe zu diesem Spitzenprodukt weiterverarbeitet werden. Der Geschmack von völlig verkochten und matschigen Tomaten- und Paprika-Abfällen auf labberigen schwäbischen Spätzle ist alleine schon einen Horrortrip wert. Von der durchschlagenden Wirkung auf den menschlichen Organismus ganz zu schweigen. Danke noch an die Kantine, daß ich heute nicht so lange arbeiten konnte, wie ich eigentlich wollte. Aber, man muß Prioritäten setzen. So viel ist einem nach einem Tellerchen Zigeunerspätzle ganz schnell klar. Es gibt gar keine Zeit länger darüber nachzudenken!
3 comments Donnerstag, 14. August 2008
Das perfekte KIM-Dinner
Jedes Team braucht Motivation. Auch MAK-KIM. Was das bedeutet? Ganz einfach: Marketing-Kundenbeziehungsmanagement, Kunden- und Interessentenmanagement. Bei soviel Management gehört auch eine Menge Motivation her, zum Beispiel durch „das perfekte KIM-Dinner“.
Beim perfekten KIM-Dinner konnten alle Teammitglieder Ihre Kochkünste und Organisationstalente unter Beweis stellen. Zunächst hier ein Blick auf die Akteure.
Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, also ein illustres Team, das nicht nur geschäftlich, sondern auch kulinarisch durchaus zu überzeugen weiß.
Von links nach rechts: MM (TL), MK, SM, SD, GM, TH, AV, SG, BR, JE, BB und SL.
Ab 18:00 Uhr durften wir uns am 16.06.2008 alle bei unserer Gastgeberin TH einfinden und gemeinsam einen schönen Abend mit vielen kleinen Überraschungen erleben. Wir haben uns für ein Sieben-Gänge-Menü mit meist mehr oder weniger festen, aber auch „flüssigen“ Gängen entschieden. Für die gesamte Palette an Getränken (Rotwein, Weißwein, Mineralwasser, Fruchsäfte, „Haller Mohrenköpfle“, u.s.w.) kümmerte sich unser Kollege SG.
Im ersten Gang überraschte uns unsere Kollegin MK mit einem spritzig-sprudelnden Einstieg in den Abend. Serviert wurde uns als Aperitiv ein „Süßer Fußballtraum“. Dabei handelte es sich um in Wodka eingelegte süße Erdbeeren, aufgefüllt mit trockenem Sekt.
Das Getränk eröffnete unser „perfektes KIM-Dinner“ und ermöglichte so den ungezwungenen Einstieg in unsere Menüfolge. Das hat uns natürlich schon ganz schön Appetit auf mehr gemacht …
Die erste Vorspeise „Partie Deutschland : Italien“ wurde von SM zubereitet.
Deutschland, auf der linken Tellerseite, hatte folgende Aufstellung: Schwarze Oliven, sowie in Öl geschwenkte rote und gelbe Paprikastreifen.
Die italienische Mannschaft, auf der Rechten, ließ auf einem Spieß grünen Basilikum, Mozarella und rote Tomate antreten.
Eingerahmt wurde das Ganze von schönen Balsamico-Begrenzungslinien, zwischen denen das Spiel schließlich stattfand …
Unser geschätzter Kollege JE hat sich dann um die zweite Vorspeise gekümmert und uns den folgenden Gang serviert:
„Anfang der 2. Halbzeit: Eiskalte, italienische Blutgrätsche an Tomate“.
Hierbei handelte es sich um eine gelungene Bruschetta mit knusprig gebackenem Ciabatta-Brot und fruchtigen Tomaten. Selbstverständlich gewürzt mit italienischen Kräutern und einer „zarten“ Knoblauchnote, die uns auch nach dem Genuß der zweiten Vorspeise durchaus noch auf dem Gaumen kitzelte.
Weiter ging es dann mit der ersten Hauptspeise des Abends. Diese wurde mit viel Geschick von unseren Kolleginnen ID, BR und SL in Koproduktion zubereitet.
Bei der ersten Hauptspeise des Abends, „Pasta Schwarz-Rot-Gold mit Garnelen auf Kapersauce“, gesellten sich dreierlei Sorten von Nudeln, nämlich schwarze Nudeln (gefärbt mit der schwarzen Tinte der Sepia), rote Nudeln (mit dem Feuer von Chillies) und weiße Nudeln, zusammen mit Garnelen und einer sehr dezenten Kapernsoße friedlich auf einen Teller. Auch von Kolleginnen und Kollegen, die Kapern nicht besonders mögen, wurde uns versichert, daß die Kapersoße in der Tat dezent und trotzdem sehr delikat war.
Sehr überrascht hat uns die zweite Hauptspeise des Abends, die BB, SD und GM mit viel Gespür für das Unerwartete in Gemeinschaftsarbeit zubereitet haben.
Die zweite Hauptspeise hat den vielversprechenden Namen „Ze zuru, chlop jah z muru“. Die volle Bedeutung dieser Wortkombination ist mir bisher selbst noch nicht bekannt, aber es wurde uns versichert, daß es sich um einen polnischen Suppeneintopf, serviert in einem kleinen Roggenbrot, handelt. Sofern uns jemand „Ze zuru, chlop jah z muru“ mal korrekt übersetzen kann, wäre ich über einen aufschlußreichen Kommentar sehr dankbar …
Für alle Liebhaber der süßen Dinge des Lebens hatte uns AV als Dessert dann einen „Italienischen Kaloriensturm“ beschert.
Da tummelte sich sahniges Vanille-Eis mit prächtigen Erdbeeren, ausreichend frischer Schlagsahne, einer Variation von Biscotti und unschlagbar verführerischem Tiramisu, mit einer überraschend zitronigen Note, auf einem Teller.
Natürlich konnten manche Kollegen da ganz und gar nicht widerstehen und so kam es, daß auch reichlich Nachschlag gefordert wurde. In Anbetracht dieser Leckereien fiel es natürlich leicht, das ganze Tiramisu rückstandslos zu genießen. Geht es dem Menschen gut, kann er auch bei ein oder zwei Kalorien mehr mal locker ein Auge zudrücken …
Nach so viel gutem Essen verlangt es nach einem feinen Digestif zum Abschluß. Hier konnte uns MM vollends mit einer Auswahl verschiedener Liköre und Schnäpse zufriedenstellen. Die meisten Teilnehmer des „perfekten KIM-Dinners“ ließen sich durch die „Birne im Glas mit Williams Christ“ überzeugen.
Während und zwischen den Gängen wurde viel erzählt, Spaß gemacht und viel gelacht. Wir alle hatten eine Menge Spaß und das gemeinsame Kochen, Essen und Trinken hat uns ganz sicherlich alle motiviert, auch in Zukunft Spitzenleistungen zu bringen.
Wir sind schon gespannt, was uns bei der nächsten Team-Motivation erwarten wird und denken währenddessen gerne an unser „perfektes KIM-Dinner“ zurück. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen, die dafür gesorgt haben, daß dieser Abend zu einem unvergeßlichen Erlebnis wurde!
5 comments Montag, 04. August 2008