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Die Entdeckung der kinderfreundlichen Zigeunerspätzle

Es gibt sie doch auch außerhalb unseres betriebseigenen Restaurants. Ich habe gerade das folgende, äußerst besorgniserregende Suchergebnis erhalten:

Na, dann viel Spaß, Ihr lieben Kinderchen. Diese Spätzle werdet Ihr so schnell nicht wieder vergessen. Ich weiß nicht, ob es besonders kinderfreundlich ist, wenn die lieben Kleinen den ganzen Tag auf dem Örtchen verbringen. Das ist ja Hausarrest unter besonders erschwerten Bedingungen! Kinderfreundlich sieht anders aus. Oder…?!

 
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Geschrieben von - Donnerstag, 14. August 2008 in Tagesgeschehen & Aktuelles

 

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Zigeunerspätzle

Es gibt sie wirklich. Spätzle mit Soß’. Es gibt aber noch eine wirklich krasse Steigerung davon: Spätzle mit Zigeunersoß’! Vielleicht habt Ihr noch nie etwas davon gehört. Es würde mich nicht wundern. Und es würde mich auch nicht wundern, wenn es Euch alleine schon von der Vorstellung schlecht werden würde. Das ist eben ein Gericht, für das man starke Nerven braucht. Ich habe die Vermutung, dieses Gericht gibt es wirklich nur exklusiv in unserer Kantine. Sollte jemand irgendwoanders jemals schon Zigeunerspätzle gesehen oder sogar ganz tapfer gegessen haben, bitte ich um eine kurze Info. Eine ausführliche Schilderung der eigenen Zigeunerspätzle-Erfahrung ist jederzeit willkommen. Es wäre unglaublich. Zurück zum Thema. Die Soße ‘unserer’ Zigeunerspätzle werden in unserer Betriebsküche offensichtlich aus allerhand Tomaten- und Paprika-Resten vom Vortag hergestellt. Vielleicht sind es ja sogar auch Abfälle, die hier nochmals mit Hingabe zu diesem Spitzenprodukt weiterverarbeitet werden. Der Geschmack von völlig verkochten und matschigen Tomaten- und Paprika-Abfällen auf labberigen schwäbischen Spätzle ist alleine schon einen Horrortrip wert. Von der durchschlagenden Wirkung auf den menschlichen Organismus ganz zu schweigen. Danke noch an die Kantine, daß ich heute nicht so lange arbeiten konnte, wie ich eigentlich wollte. Aber, man muß Prioritäten setzen. So viel ist einem nach einem Tellerchen Zigeunerspätzle ganz schnell klar. Es gibt gar keine Zeit länger darüber nachzudenken!

 
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Geschrieben von - Donnerstag, 14. August 2008 in Tagesgeschehen & Aktuelles

 

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Speisen: Was ist eigentlich … ein Lonzo?

Begibt man sich in Google auf die Suche und gibt dort einfach nur mal “Lonzo” – ohne weitere Spezifikation – ein, erhält man die folgenden, etwas beängstigenden und glücklicherweise irreführenden, Ergebnisse:

  1. Lorenz Wetsphal: Deutscher Musiker, allgemein nur als “Lonzo” oder “Der Teufelsgeiger von Eppendorf” bekannt, Mitglied einer Rentnerband, der Hamburger Formation “Leinemann”
  2. Lonzo – Die Dinosaurier: Ein Song von Lonzo Westphal aus dem Jahr 1980
  3. Amazon.de: Lonzo – Musik
  4. … und so weiter … und so fort … so kommen wir aber hier nicht weiter …

Um Sie nicht länger auf die Folter zu spannen, hier nun die Lösung, was ich unter genau dem “Lonzo” verstehe, der hier unter meiner Rubrik “Speise” auftaucht.

Lonzo ist ein korsischer Schinken aus geräuchertem Wildschweinfilet, der mit aromatischen Kräutern gepökelt ist. Hauchdünn geschnitten, wird er gerne als delikate Vorspeise serviert.

Dem Lonzo sollte man allerdings als Connaisseur besonderer Gaumenfreuden nicht zu nahe kommen, denn wenn man einmal damit begonnen hat, die hauchdünnen Scheiben zu genießen, wird es sehr sehr schwer einem weiteren Griff zum Buffet zu wiederstehen.

Lonzo, etwas daß Sie also auf jeden Fall einmal probieren sollten. Am besten mit einem Gläschen Rotwein und in geselliger Runde. Vielleicht haben Sie ja zusätzlich noch das außerordentliche Glück, daß der ganze Rest der Geselschaft aus reinen Vegetariern besteht, die Ihnen die kostbaren Lonzo-Scheiben nicht streitig machen werden … ;-)

P.S.: Selbst schuld, wenn man nur Rohkost mag … es sei denn, der “Lonzo” stammt nicht von Wildscheinen, sondern hat doch entfernt vielleicht etwas mit den ersten Suchergebnissen in Google zu tun …

 
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Geschrieben von - Montag, 28. Juli 2008 in Speisen

 

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“Pig Out” des Grauens

Es ist doch so einfach, es sich mal so richtig gutgehen zu lassen. Oder? Ihr glaubt mir nicht? Na, dann probiert doch mal Folgendes aus … am besten bei ansteigendem Hungergefühl … nachts vor’m Kühlschrank … :

Sie benötigen:
1 Packung “Hausmacher Buffet” – (natürlich) Spitzenqualität (150g) der Handelsmarke “Gebirgsjäger” (Fa. Stockmeyer GmbH, 48333 Sassenberg)
(beinhaltet folgende Pig-Komponenten:
- Schinkenleberwurst
- Delikatess Rotwurst
- Delikatess Sülze
- Gekochte Mettwurst)

1 Roggenpfünderle (500g)

Vorbereitung: 4 Brotscheiben Roggenpfünderle zurechtschneiden (funktioniert am Besten mit einem handelsüblichen Brotmesser), Kühlschrank öffnen (je nach Tageszeit vielleicht bereits eine Herausforderung), “Hausmacher Buffet” mit gekonnter Drehung aus dem Kühlschrank entnehmen (die Drehung kaschiert Einiges), “Hausmacher Buffet” öffnen (sofern man die nervige Plastiklasche zu fassen kriegt – ansonsten: hastig mit den Zähnen die Schutzfolie flächig aufknabbern), jede der vier “Pig-Komponenten-Sorten” gierig mit den Händen aus der Plastikkachel herausgrabschen, die jeweilige “Pig-Komponente” andächtig auf eine der vier Roggenpfünderle-Brotscheiben legen, Augen schließen, reinbeißen und so lange nicht damit aufhören, bis alle Scheiben im Strang der Gedankenlosigkeit durch den Hals geflutscht sind … ;-)

Reicht garantiert für vier lächerlich belegte Brote, gibt Kraft für neue Taten und wenn’s nicht reicht: Es bleibt ja noch genügend vom Roggenpfünderle übrig, das man sich zusätzlich – bis zum Erreichen einer erträglichen Sättigung – noch hemmungslos in’s Gesicht stopfen kann … ;-)

Variationen: Einen satten “Klacks” Senf auf jedes der belegten Roggenpfünderle-Schnitten draufklatschen (*herrlich*). Bierchen (oder sonstige Alkoholika, die gerade griffbereit sind) simultan zum Verzehr der Pig-Schnitten in den Kopf kippen. Schmeckt handfest.

Auf daß uns niemals der Frohsinn, die Schweinderl und das Brot ausgehen mögen … und nicht zu vergessen: Der Senf ist doch das tatsächliche i-Tüpfelchen des Lebens … ! ;-)

P.S.: Ach ja, “pig out” bedeutet angeblich so etwas wie “richtig fressen”.

 
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Geschrieben von - Freitag, 25. Juli 2008 in "Locker auf die Gabel", Speisen

 

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Speisen: Thailändischer Wok

Sollte die Zeit oder das Budget für eine weite Reise nicht ausreichen, die Sehnsucht nach etwas exotischem aber übergroß werden, kann man sich mit dieser kleinen Zwischenmahlzeit sehr gut behelfen. Für die kulinarische Fernreise benötigen wir:

  • Marinade: 8 EL trockener Sherry (oder Pflaumenwein) und 6 EL Sojasauce
  • 2 Zwiebeln
  • 5 Paprika (rot, gelb, orange)
  • 1 Dose Ananas in Stücken
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 4 TL rote Thai Curry-Paste
  • 3 TL Sambal Oelek
  • Salz
  • Pfeffer
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 600 g Schweinefleisch, in Streifen geschnitten
  • 250 g Thai Duftreis
  • 3 TL Speisestärke und etwas kaltes Wasser

Vorbereitung: Das Fleisch eine Stunde vor der Zubereitung in der Marinade (8 EL Sherry, 6 EL Soja-Sauce) einlegen. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Paprika waschen und in Streifen schneiden. Zwei große Tassen Wasser in einen Topf geben, leicht salzen und zum Kochen bringen. Eine große Tasse Reis (250g) in das kochende Wasser geben, auf kleine Hitze stellen und 10-12 Minuten köcheln lassen. Nicht umrühren.

Den Wok sehr gut vorheizen, dann das Sonnenblumenöl anschließend im Wok sehr heiß werden lassen. Das Schweinefleisch hinzugeben und gut von allen Seiten anbraten, bis eine schöne braune Färbung erhält. Die Zwiebelwürfel hinzugeben und 3-4 Minuten pfannenrühren, bis diese leicht glasig sind. Sambal Oelek und die rote Thai Curry-Paste zugeben und kurz unterrühren. Danach mit Kokosmilch ablöschen und weiterrühren. Die Paprikastreifen und Ananas zugeben und unter gelegentlichem Rühren 4 Minuten weiterkochen lassen. Die 3 TL Speisestärke in einer Tasse mit kaltem Wasser gut verrühren und in die Sauce geben. Unter Rühren stark aufkochen lassen, bis die Sauce eine sämige Konsistenz erhält. Mit Salz, Pfeffer und gegebenenfalls auch etwas Sambal Oelek abschmecken. Fertig.

Den Reis in eine Schüssel geben, den scharfen thailändischen Wok obenauf legen und sogleich mit Stäbchen verspachteln. Sollte noch ein Katalog mit Fernreisezielen vorhanden sein, diesen auf einer Seite mit weisem Strand und saftig grünen Palmen aufschlagen und einfach nur betrachten. Die Schärfe und die Aromen des Thai-Woks werden ihr übriges tun Sie in beste Urlaubsstimmung zu versetzen. Guten Appetit!

 
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Geschrieben von - Montag, 21. Juli 2008 in Speisen

 

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